Saharastaub heute in Deutschland

Live-Karte, PM10-Vorhersage und Ratgeber

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Saharastaub – auch als Sahara-Staub geschrieben – ist feiner Wüstenstaub aus der Sahara, der durch Hochdruckgebiete über dem Mittelmeer mehrere tausend Kilometer Richtung Mitteleuropa transportiert wird. In Deutschland tritt das Phänomen besonders zwischen Februar und Juni auf: Der mineralische Staub erhöht die Feinstaub-Belastung (PM10), färbt den Himmel milchig-gelb, sorgt für intensive Sonnenuntergänge und kann als sogenannter Blutregen niedergehen.

Auf saharastaub.de finden Sie aktuelle Live-Daten zur Saharastaub-Belastung in Deutschland, eine interaktive PM10-Karte, eine 3-Tage-Vorhersage sowie konkrete Empfehlungen für Allergiker, Autobesitzer und Photovoltaik-Betreiber. Alle Werte werden alle 30 Minuten aus den Datenquellen DWD, Open-Meteo und Copernicus CAMS aktualisiert.

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Saharastaub erzeugt intensive Rot- und Orangetöne am Abendhimmel.

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Aktuelle Belastung in Deutschland

PM10-Feinstaubwerte und Aerosol-Daten der letzten Messung. Klicken Sie auf eine Stadt für Details.

Daten: Open-Meteo Air Quality, DWD. Aktualisierung alle 30 Minuten.

Regionale Belastung

Norddeutschland

Hamburg, Leipzig, Dresden

Mitteldeutschland

Köln, Frankfurt, Düsseldorf

Süddeutschland

München, Stuttgart, Freiburg

Saharastaub heute richtig einordnen

Eine erhöhte Saharastaub-Belastung ist meist kein Anlass zur Panik – aber sie bedeutet, dass die Feinstaubwerte (PM10) deutlich über dem Normalwert liegen können. Während kurze Episoden für gesunde Erwachsene unproblematisch sind, sollten Allergiker, Asthmatiker, Kinder und ältere Menschen bei aktuellem Sahara-Staub vorsichtig sein. Der Saharastaub heute kann besonders in Kombination mit Pollen die Beschwerden verstärken.

So erkennen Sie aktuelle Saharastaub-Belastung

  • Milchig-gelber Himmel: Diffuses Sonnenlicht statt klares Blau
  • Intensive Sonnenuntergänge: Tiefes Rot und Orange am Abendhimmel
  • Staubschicht auf Auto und Fenstern: Feiner gelblicher Belag, der sich schwer entfernen lässt
  • Blutregen: Bei Niederschlag entsteht ein rotbrauner, schlammartiger Belag
  • Ertragsverluste bei Photovoltaik: 3–8 % Mindererträge während stärkerer Episoden

Wann kommt der nächste Saharastaub nach Deutschland?

Die 3-Tage-Vorhersage auf saharastaub.de zeigt Ihnen, ob in den nächsten Stunden mit erhöhten PM10-Werten zu rechnen ist. Sahara-Staub-Ereignisse treten in Deutschland im Schnitt 5–15 Mal pro Jahr auf, mit Schwerpunkt im Frühling und Frühsommer. Die Live-Karte liefert Echtzeit-Daten für jede Region.

Häufige Fragen zu Saharastaub

Was ist Saharastaub?

Saharastaub ist feiner Mineralstaub aus der Sahara, der durch starke Aufwinde in höhere Atmosphärenschichten gelangt und über tausende Kilometer transportiert werden kann. In Deutschland kommt der Sahara-Staub typischerweise mit südlichen Strömungen aus Spanien, Nordafrika oder dem östlichen Mittelmeer. Er erhöht die Feinstaub-Belastung (PM10) und färbt den Himmel milchig-gelb.

Wann kommt der Saharastaub nach Deutschland?

Saharastaub-Ereignisse treten in Deutschland im Schnitt 5–15 Mal pro Jahr auf, vor allem zwischen Februar und Juni. Die genaue Vorhersage hängt von den Hochdruckgebieten über dem Mittelmeer und der Strömungsrichtung ab. Eine 3-Tage-Vorhersage finden Sie auf der Vorhersage-Seite.

Wie lange dauert eine Saharastaub-Episode?

Eine typische Saharastaub-Episode in Deutschland dauert 1–3 Tage. Die PM10-Werte normalisieren sich meist innerhalb von 24–48 Stunden, nachdem die südliche Strömung abgeklungen ist und Niederschlag oder Westwinde den Staub auswaschen.

Ist Saharastaub giftig oder gefährlich?

Saharastaub ist nicht direkt giftig — er besteht aus mineralischen Feinstaubpartikeln (überwiegend Quarz, Tonminerale, Eisenoxide). Problematisch ist jedoch die deutliche PM10-Belastung, die Atemwegsbeschwerden verstärken kann, besonders bei Allergikern, Asthmatikern, Kindern, älteren Menschen und Herz-Kreislauf-Erkrankten. Mehr dazu auf der Gesundheit-Seite.

Was ist der Unterschied zwischen Saharastaub und Pollen?

Saharastaub ist mineralischer Wüstenstaub (PM10-Feinstaub), Pollen sind biologische Pflanzenfortpflanzungszellen (Birke, Gräser, Erle, Ambrosia u.a.). Beide werden über die Luft transportiert und können die Atemwege reizen — die kombinierte Belastung ist für Allergiker besonders problematisch, weil Saharastaub die Schleimhäute reizt und sie empfindlicher für Pollen-Allergene macht.

Was ist Blutregen?

Blutregen entsteht, wenn Niederschlag durch eine Saharastaub-haltige Luftschicht fällt: Die Regentropfen nehmen die feinen rotbraunen Mineralpartikel auf und hinterlassen beim Trocknen einen schlammartigen Belag auf Autos, Fenstern und Möbeln. Trotz des dramatischen Namens ist Blutregen nicht gefährlich — er sollte aber vorsichtig vom Autolack entfernt werden, da die Mineralpartikel scheuernde Wirkung haben. Mehr Hintergründe und Bilder auf der Blutregen-Seite.