Freiflächen-Solaranlage unter bewölktem Himmel

Saharastaub und Solaranlage

Saharastaub mindert den Ertrag von Photovoltaikanlagen auf zwei Wegen: Er trübt die Luft, und er legt sich auf die Module. Die Trübung allein kostet während eines Ereignisses 10 bis 20 Prozent der PV-Leistung (KIT).

PV-Ertragsrechner für Ihren Standort

— Ertragsminderung heute

Grobe Schätzung des Verlusts durch Saharastaub am gewählten Standort, aus modellierter Trübung und Staubanteil; ohne Saharastaub 0 %. Bewölkung fließt nicht ein. Rechenweg: So rechnen wir

Wie beeinflusst Saharastaub den PV-Ertrag?

Saharastaub wirkt auf zwei Wegen:

  1. Trübung der Luft: Staubpartikel streuen und schlucken Sonnenlicht, am Boden kommt weniger Strahlung an.
  2. Modulverschmutzung: Abgelagerter Staub auf den Modulen senkt die Lichtdurchlässigkeit, auch noch Tage nach dem Ereignis. Besonders nach „Blutregen" verkrusten die Rückstände.

Wie viel Ertrag geht verloren?

Während eines Saharastaub-Ereignisses mindert die Trübung der Luft die PV-Leistung um 10 bis 20 Prozent; danach kann abgelagerter Staub den Ertrag weiter senken, bis Regen oder eine Reinigung ihn entfernt (KIT, Projekt PerduS). Wie viel es an Ihrem Standort ist, hängt von der Staubmenge, der Bewölkung und dem Sonnenstand ab.

Der Rechner oben liefert dazu nur eine grobe Schätzung: Er rechnet aus der modellierten Aerosol-Trübung (AOD) nur den Anteil, der auf Saharastaub entfällt, und zeigt ohne Saharastaub 0 %. Den normalen Tagesertrag staffelt er nach Monat. Wie er rechnet, steht unter So rechnen wir.

Module reinigen — wann und wie?

  • Warten Sie bis das Saharastaub-Event vorbei ist
  • Idealerweise nach einem natürlichen Regen reinigen — dieser löst den groben Staub
  • Zuerst nur Wasser, am besten entmineralisiert (Osmosewasser) oder zumindest kalkarm, dazu ein weicher Schwamm, eine weiche Bürste oder ein Fensterwischer
  • Reinigungsmittel nur, wenn der Modulhersteller sie freigibt; sonst kann die Garantie leiden
  • Kein Hochdruckreiniger direkt auf die Module — kann Dichtungen beschädigen
  • Reinigung am besten morgens bei kühlen Modulen (Thermospannung vermeiden)

Lohnt sich eine professionelle Reinigung?

Bei einer 10-kWp-Anlage mit einem Jahresertrag von ~10.000 kWh und einem Vergütungssatz von 8 Cent/kWh bedeuten 5% Verlust durch Verschmutzung etwa 40 EUR pro Jahr. Eine professionelle Reinigung kostet 100–200 EUR. Lohnt sich also nur bei starker Verschmutzung oder großen Anlagen.

Empfohlene Produkte für die PV-Reinigung

Wenn Sie Ihre Module selbst reinigen möchten, reichen meist eine Teleskopbürste mit Wasseranschluss und eine Gartenbrause zum Nachspülen. Einen Spezialreiniger brauchen Sie nur bei hartnäckigem Belag, und nur, wenn der Modulhersteller ihn freigibt.

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  • Konzentrat 1:20 (ergibt 20L)
  • Speziell für PV-Module
  • Streifenfrei, schonend
  • Biologisch abbaubar
  • Extrem ergiebig (reicht für Jahre)
  • Keine Rückstände auf Glas
  • Vor dem Einsatz Freigabe des Modulherstellers prüfen
Nachspülen
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  • Stufenlose Strahlregulierung
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  • Sanfter Brausestrahl für Module
  • Kein Hochdruck, schont Dichtungen
  • Vielseitig einsetzbar im Garten
  • Reichweite nur mit langem Schlauch

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